(c) VS-Absam-Dorf
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Die Kinder konnten es kaum erwarten. Endlich fand der
versprochene Flohmarkt an zwei Mittwochmorgen statt:

Als Standlbetreiber und Flohmarktbesucher konnten sie
sich im Kaufen und Verkaufen, Handeln und Tauschen,
Auswählen und Bewerten üben. Angeboten wurde, was das
Kinderherz begehrt – Stifte und Pokemonkarten, Gummi-
bärchen und Spielzeuggiraffen, Fahrzeuge und Funkelsteine,
Bücher, Kreisel und so manches mehr.

Mit Begeisterung schlüpften die Erstklässler in die Rollen
von Käufern und Verkäufern. Frühmorgens kamen sie mit
ihren Habseligkeiten und gestalteten ihre Verkaufsstände
mit viel Liebe, rückten ihre Waren ins beste Licht, schrieben
Preisschilder, legten Kassazettel bereit, füllten ihre Kassa
mit Wechselgeld und warteten gespannt auf erste Interessenten.

Kaum war der Flohmarkt eröffnet, drängten die kaufwilligen
Klassenkameraden mit gefüllten Taschengeld-Beuteln
auf die Verkaufsstände. Ausgestattet mit einem Budget von
20 Euro, schauten sie was es so gibt, verglichen Preise, überlegten,
was kann ich mir leisten, was nicht, teilten ihr Geld ein oder
gaben einen Großteil ihres Taschengeldes auf einmal aus.
Viele ließen sich durch Werbung oder treffende Verkaufsargu-
mente zum Kauf bewegen und versuchten sogar zu handeln.
Oft mit Erfolg.

Für jedes Produkt, das über den Ladentisch ging, musste
ein Kassazettel geschrieben werden. Was wurde verkauft,
was kostet es, wie viel wurde bezahlt und muss ein
Rückgeld ausbezahlt werden, war darauf zu lesen.

Um das Geschäft zusätzlich anzukurbeln, nutzte der
Verkaufsnachwuchs die Gelegenheit durch Werbung
zusätzliche Kunden anzulocken.

An den Ständen herrschte ein reges Treiben. Wer den
Gesprächen lauschte, konnte so manches Verkaufstalent
ausmachen. Geschäftstüchtig waren alle und an so manchem
Stand stapelten sich die Kassazettel und die Kassen
füllten sich.

Was kommt als Lernertrag heraus?
Resümierend kann man sagen – die Schüler schöpften
den Erfahrungsraum Flohmarkt voll aus:
Spielerisch erweiterten die Kinder in Verkaufsgesprächen
ihren Wortschatz, ihre Wahrnehmung und sie zeigten ihr
rechnerisches Können. Sie erkannten, dass eine freundliche
Begrüßung einem guten Geschäft nicht im Wege steht,
dass geschickte Werbebotschaften die Kaufentscheidung
positiv beeinflussen können. Außerdem wurde ihnen
bewusst, dass ihre angebotenen Dinge immer noch wertvoll
sind, was ihnen für die Zukunft vielleicht einen sorgsamen
Umgang mit den Sachen zeigt.

Am Ende gab es lauter strahlende Gesichter:
Zufriedene Verkäufer mit gefüllten Kassen, glückliche
Besitzer erworbener kleiner Kostbarkeiten und begeisterte
Lehrerinnen, die sich freuten, dass sich der Aufwand
gelohnt hat.

 

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